Wir haben einfach nur „Orange“ gesagt und sie sind gekommen: Menschen, die Gegenstände in dieser wunderbaren Farbe besitzen.Sie haben uns ihre Alltagsgegenstände, Lieblingsstücke oder Sammlerobjekte anvertraut. Sie haben uns Geschichten dazu erzählt, warum diese Dinge etwas Besonderes sind. Und jetzt sind sie als Leihgabe im Museum. Die Ausstellung ORANGE IM U der Fachhochschule Dortmund möchte neugierig machen auf das was hinter dem Vordergründigen steckt und wie Menschen persönliche Beziehungen zu ihrer Umgebung gestalten. Was ist wichtig? Was begeistert? Warum heben Menschen Gegenstände über Jahrzehnte auf dem Dachboden auf, um sie dann für eine Ausstellung zur Verfügung zu stellen? Die Antwort in dieser Ausstellung lautet einfach: Orange.
Von Anfang an hatte die Ausstellung ORANGE IM U experimentellen Charakter. So stand das Projektteam um Ausstellungsdesigner Clemens Müller, der mit dieser Inszenierung zugleich seine Bachelor-Arbeit an der Fachhochschule Dortmund im Fachbereich Design abliefert, vor der Herausforderung, ein Präsentationskonzept zu entwickeln, ohne zu wissen, welche Objekte am Ende ausgestellt werden. Mehr als 400 Objekte von rund 150 Leihgebern und Leihgeberinnen sind es geworden. Gehen Sie auf Entdeckungsreise im Kosmos Orange. Lassen Sie sich inspirieren. Und sollten Sie dabei feststellen, dass auch Sie ein interessantes Objekt zur Ausstellung beisteuern könnten, so kommen Sie wieder und bringen es mit. Wir freuen uns auf Sie und Ihre „Begleitung”.
Öffnungszeiten:
Di + Mi 10 bis 18 Uhr
Do + Fr 10 bis 20 Uhr
Sa + So 11 bis 18 Uhr
24. und 25. Dezember 2010
sowie 31. Dezember 2010
und 1. Januar 2011
bleibt das Dortmunder U undsomit auch die Ausstellung geschlossen.
Die Ausstellung befindet sich im 1. Obergeschoss des Dortmunder U – Zentrum für Kunst und Kreativität,
Leonie-Reygers-Terrasse, Dortmund. Der Besuch der Ausstellung ist kostenlos.
Stadtrundfahrten im Oldtimerbus
Zum Abschluss der Ausstellung bieten wir in Kooperation mit dem Touristikunternehmen TRD-Reisen Stadtrundfahrten in einem orangefarbigem Oldtimerbus, Baujahr 1956, an. Die Touren dauern ca. 45 Minuten und führen an interessanten Orten im Stadtgebiet vorbei. Eine fachkundige Gästeführererin gibt viele Informationen und berichtet über Hintergründe. Tickets kosten 1 Euro. Der Erlös geht an die gemeinnützige Organisation "Gasthaus" an der Rheinischen Straße.
Ticketreservierung über .(Javascript muss akziviert sein, um diese -MAil-Adresse zu sehen) oder spontan am Infotisch von TRD-Reisen im Eingangsbereich der Ausstellung im 1. Obergeschoss im Dortmunder U.
Abfahrtzeiten am Samstag und Sonntag, 15. und 16. Januar 2011
11.30, 13.00, 14.30 und 16.00 Uhr. Achtung: Sonntagnachmittag nur noch wenige Restplätze. Ssmstag noch gute Auswahl.
Frische Waffeln
Studierende, die den diesjährigen Focus-Award organisieren, verwöhnen die Ausstellungsbesucher nachmittags mit frisch gebackenen Waffeln in der Ausstellung.
Nur ein kleiner Bereich im elektromagnetischen Spektrum ist sichtbares Licht. Zwischen 575 und 595 Nanometer nennen wir es heute Orange.
In früheren Zeiten kannte man Orange in Deutschland noch als „Kreß“. Es benannte die Farbe der blühenden Kapuzinerkresse. Erst von der durch die Kreuzfahrer aus Arabien mitgebrachten Zitrusfrucht, die ursprünglich aus Indien stammte, erhielt die Mischung aus Gelb und Rot ihren heutigen Namen.
Im Mittelalter war Orange noch ohne Bedeutung als Farbe in der Malerei oder Heraldik und als Kleiderfarbe im heutigen Sinn kaum verfügbar. Im asiatischen Kulturraum aber wurde dem Farbton von jeher eine besondere Wertschätzung entgegengebracht. Für die Buddhisten ist Orange die Symbolfarbe höchster menschlicher Erleuchtung. In China war es die Farbe der Staatsreligion, des Konfuzianismus, und in Indien wurde Orange in seinen sanften Tönungen als Idealisierung der Farbe der menschlichen Haut verstanden.
Goethe nannte Orange je nach Tönung noch „rothgelb“ oder „gelbroth“. Er beschrieb bereits seine psychologische Wirkung im noch heute gültigen Sinne.
Als Farbe der Wärme, der Dynamik, Aktivität und der Jugend erlebte Orange besonders im Europa der späten 60er und der 70er Jahre eine geradezu inflationäre Ausbreitung. Neue Möglichkeiten der Erdölchemie jener Jahre erlaubten nun die Durchfärbung synthetischer Materialien in nahezu allen Anwendungsbereichen der Massenproduktion.
Obwohl Orange in der Beliebtheitsskala der Buntfarben auf dem letzten Platz rangiert, wurde es zum Verkaufsargument der Marktstrategen schlechthin. Unabhängig von regional unterschiedlichen politischen Bedeutungen wurde Orange zur Modefarbe einer Gesellschaft im Umbruch und zum Symbol einer paradoxen Befindlichkeit zwischen Konsum und Widerstand, Modernität und Manipulation.
Mit der Kritik am Massenkonsum gerieten auch die Bedeutungen der Farbe in Misskredit. Ein geschärftes Bewusstsein für die oft bedenklichen chemischen Inhaltsstoffe ließ Orange am Ende der 70er Jahre fast vollständig verschwinden.
Ursprünglich für Wandel und Dynamik, Kommunikation, Sinnlichkeit und Genuss stehend, erschien Orange in einer neuen kritischen Wahrnehmung nun als Farbe des Modischen, Grellen und Billigen. Erst im Zuge einer Neubewertung vergangener Epochen in den 90er Jahren wurde Orange wieder zum optimistischen Symbol weltweiter Kommunikation und auf Jugendlichkeit zielender Unternehmensstrategien.
Jenseits aller Moden bleibt Orange die Farbe des Wandels, der Aufmerksamkeit und Warnung.
Die Fachhochschule Dortmund ist mit etwa 8000 Studierenden eine der größten in Nordrhein-Westfalen. Sie vereint unter ihrem Dach die kreativen Disziplinen Design und Architektur, zudem Wirtschaft und Angewandte Sozialwissenschaften sowie die ingenieurwissenschaftlichen Fächer Informations- und Elektrotechnik, Informatik und Maschinenbau.
Neben zahlreichen Bachelor- und Master-Studiengängen, entwickelt die FH Dortmund zunehmend interdisziplinär orientierte Angebote. Im Dialog mit der Wirtschaft entstehen so neue moderne, marktgerechte Studiengänge. Zudem engagiert sich die Hochschule auf dem kulturellen wie kreativwirtschaftlichen Sektor und im sozialen Bereich. Nicht zuletzt durch ihre Förderung von Talenten nimmt sie in der zukunftsorientierten Entwicklung der Region eine wichtige strategische Position ein. Ihr internationales Netzwerk macht sie zu einem interessanten Partner für Unternehmen und die öffentliche Hand.
Fachhochschule Dortmund
Sonnenstraße 96-100
44139 Dortmund
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Bereits von Weitem ziehen die "Fliegenden Bilder" von Adolf Winkelmann in der Spitze des U-Turms in ihren Bann. Mitten in der Dortmunder Innenstadt, im denkmalgeschützten einstigen Kellereihochhaus der Union-Brauerei, dem "Dortmunder U", entsteht das U. Als Zentrum für Kunst und Kreativität bietet es auf insgesamt acht Ebenen Ausstellungen, Installationen, Inszenierungen und Bildungsangebote rund um Produktion und Vermittlung von Kunst und Kreativität. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Präsentation, Bewahrung und Erforschung von bildender Kunst und Medienkunst des 20. und 21. Jahrhunderts.
Mit der offiziellen Eröffnung im Dezember 2010 vereint das U Ausstellungen und Angebote folgender Partner und Institutionen: Museum am Ostwall, Hartware MedienKunstVerein, TU Dortmund, FH Dortmund und Kulturbüro Dortmund.
Daneben bieten beeindruckende Räume wie beispielsweise die neue, sogenannte Kathedrale oder der einst kultige Auerbachs-Keller außergewöhnliche gastronomische Angebote.
In direkter Nachbarschaft zum U entsteht ein kreatives Quartier mit einem Zentrum für Kreativwirtschaft, Berufskollegs, dem Freizeitzentrum West sowie Neubauten für Unternehmen. Im Dortmunder Westen, entlang der Rheinischen Straße, haben in den letzten Jahren viele Kreative und Künstler zum Beispiel im Union-Gewerbehof Atliers, Werkstätten, Galerien und Büros eröffnet.
Besucheradresse:
Dortmunder U - Zentrum für Kreativität
Leonie-Reygers-Terrasse
44137 Dortmund
Fachhochschule Dortmund
Sonnenstraße 96
44139 Dortmund
Tel. +49 (0231) 9112-0
Fax +49 (0231) 9112-313
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Vertretung der Hochschule nach außen: Der Rektor der Fachhochschule Dortmund
Prof. Dr. Wilhelm Schwick
Aufsichtsbehörde: Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen (MIWFT)
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer:
DE 124 716 401
Gestalterische Betreuung: Bernd Dicke, Martin Middelhauve, Axel Timm
Layout und Design: Clemens Müller, Conny Uerlichs
Inhaltskonzeption: Barbara Wendling
Technische Umsetzung: Jan Rocho
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